Montag, 25. Januar 2010

Im Westen nichts neues

Der Besuch in Deutschland über Weihnachten und Neujahr war schön. Es hat mich sehr gefreut, daß ich es geschafft habe doch so viele Leute zu treffen und fand es sehr schade, daß ich einige nicht sehen konnte, unter anderem meine Ex-Kollegen.
Als ich in Deutschland ankam, war das schon ziemlich komisch, da auf einmal überall Deutsch gesprochen wurde. Wenn man hier jemand Deutsch sprechen hört, dann dreht man automatisch den Kopf rum, um zu sehen wer das ist. So ging es mir dann anfangs auch in Deutschland. Ich war also die ersten paar Stunden nur am Kopf drehen. :-)
Ich gewöhnte mich dann aber wieder recht schnell daran.
Eines ist mir in der Heimat besonders aufgefallen, fast niemand hatte mal ein Lächeln im Gesicht auf der Strasse und jeder war nur mit sich selbst beschäftigt. Das war ziemlich traurig anzusehen! Ich will nicht behaupten, daß es hier nur lächelnde Menschen gibt, aber irgendwie scheinen die Menschen hier insgesamt glücklicher zu sein. Nach ein paar Wochen hatte ich mich auch daran wieder gewöhnt. Als dann die Zeit kam Deutschland zu verlassen, waren da doch sehr gemischte Gefühle dabei. Einerseits traurig und willig zu bleiben, aber irgendwie auch froh wieder wegzufliegen.
Da ich leider noch immer keinen Job gefunden habe und es auch erstmal nicht so aussieht, daß ich einen finden werde, da das Angebot irgendwie doch sehr beschränkt ist, überlege ich ernsthaft meine Koffer zu packen. Nach kurzer Jobsuche in Deutschland habe ich schon zahlreiche Angebote bekommen. Könnte quasi sofort anfangen. Da kommt man sehr ins Grübeln, ob man das nicht besser macht, anstatt hier krampfhaft auszuharren und eventuell nichts zu finden ausser Frustration. Meine Visa-Situation hat sich ja seit Januar nicht unbedingt verbessert, da meine Arbeitserlaubnis erloschen ist. Alles in allem würde ich sagen Tendenz Deutschland, obwohl es schon das ein oder andere gibt was mich hierbleiben liese.
Die letzte Entscheidung ist noch nicht getroffen, aber wird sicher demnächst geschehen. Ich werde euch dann informieren wie es ausgeht.

Bis dahin haltet die Ohren steif.

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